Patrick Kolei | Sportler

Auf dieser Seite wird es etwas persönlicher, denn hier kann man etwas über meine sportliche "Karriere" lesen. Wo komme ich her? Was habe ich bisher alles ausprobiert? Woran hatte ich bisher den größten Spaß? Bei welcher Sportart bin ich schlussendlich geblieben? Egal ob Teamsport oder Einzelkämpfer, der Spaß am Sport stand schon immer im Vordergrund. Auch wenn ich Zeiten überwinden musste, in denen Sport nicht mehr in meinem Alltag zu finden war. Von Geburt bis heute habe ich einige Lebensphasen durchlebt und diese hier dokumentiert. Am Ende der Seite gibt es weitere Fotos :-)

[1977]

 
Am 5. Mai wurde ich, im Sternzeichen Stier, in München geboren. Mein Vater war bereits in sehr jungen Jahren mein (sportliches) Vorbild, welcher lange als aktiver Fußballer (unter anderem beim MTV79, einem der ältesten Fußballvereine in Bayern, aus dem einst der FC Bayern München entstand) auf dem Feld stand. Später auch erfolgreich als Fußballtrainer und Handballtrainer tätig. Daher war der Sport schon als Jugendlicher ein fester und ständiger Begleiter in meinem Leben. Der Sport in all seinen Formen, egal ob Fußball, Handball, Turmspringen, Fahrradfahren oder auch Schwimmen, hat mich schon immer fasziniert. So kann ich mich selbst heute noch an meine ersten Laufrunden mit meinem Vater erinnern, der sich damals für seinen ersten Marathon 1990 in Berlin vorbereitete. Auch meine Mutter war damals in den Laufgruppen unterwegs, nur meiner Schwester wurde wohl das sportliche Gen nicht mitgegeben ;-) Von ihnen habe ich mit Sicherheit einen Großteil meiner sportlichen Leidenschaft geerbt, worüber ich heute natürlich mehr als froh bin!

[1978-1985]

 
Zu dieser Zeit natürlich noch viel zu klein und zu jung für den eigenen aktiven Sport. Dennoch war der Sport allgegenwärtig, denn durch die Fußball-Leidenschaft meines Vaters, habe ich damals sehr viel Zeit auf den heimischen Sportplätzen verbracht, bei dem auch dieses Bild von mir entstand. Zuerst als Spieler, danach erfolgreich als Trainer, z.B. beim FC Tailfingen - 3. Liga oder dem VfB Helmbrechts - 4. Liga, aktiv. Gerade in dieser Zeit, auch wenn ich davon sicherlich nicht mehr viel in Erinnerung habe, habe ich den Sport als wichtigen Bestandteil des Lebens kennen gelernt. Auch wenn ich damals natürlich noch viel zu klein war, so weiß ich heute aus eigener Erfahrung, dass man viele interessante und vor allem Gleichgesinnte Menschen über den Sport finden kann. Egal ob auf dem Sportplatz, bei großen und kleinen Laufveranstaltungen oder beim Klettern am Berg, es finden sich immer Menschen mit tollen Geschichten und Tipps für die Erweiterung der eigenen Erlebnisse.

[1986-1995]

 
Langsam kam ich in ein Alter, indem ich auch meine ersten eigenen Sportarten ausprobieren wollte. Meine Eltern gaben mir dabei die Möglichkeit verschiedene Vereine zu besuchen, dafür bin ich auch heute noch sehr dankbar. Sie ebneten mir damit den Weg für mein sportliches Leben, denn dadurch war ich schon sehr früh sehr aktiv. Natürlich versuchte ich mich auch als Fußballer, aber das mochte mir nicht so richtig gefallen. Das Talent hierfür erbte ich wohl nicht. Da wir damals noch in Bayern wohnten, kam natürlich auch der Eishockeyverein in Frage (siehe Bild). Danach kamen Sportarten wie Turmspringen, Schwimmen und auch sehr lange Handball beim Handballverein Vallendar, bei Koblenz. Auch mein Vater und ich unternahmen bereits viele gemeinsame sportliche Aktivitäten. So war ich Anfang der 90er bei einigen Lauftreffen dabei und absolvierte mit ihm eine Fahrradtour von Trier nach Koblenz! Hier habe ich wohl das "kämpfen" und die Disziplin gelernt, die mir heute im Training noch immer zu Gute kommt.

[1996-2005]

 
Das erste Mal in meinem Leben, wandte ich dem Sport nach und nach den Rücken zu. Als jugendlicher Mensch hat man einfach auch ganz andere Vorstellungen von einem Tagesablauf, andere Interessen und natürlich kommen auch die Mädels ins Leben. Mit der ersten Freundin waren auch die Bereitschaft für die sportlichen Aktivitäten in den Hintergrund gerückt, dazu kamen natürlich die zusätzlichen Belastungen in der Schule und der Pubertät. Das klingt irgendwie aus heutiger Sicht wie eine Ausrede oder Entschuldigung, aber bei mir war es eben der normale Verlauf. Andere, vielleicht auch Talentiertere als ich, blieben natürlich auch in dieser Zeit bzw. in diesem Alter am Ball. Mit 23 Jahren war ich aber auf dem sportlichen Höhepunkt - Tiefpunkt trifft es aber auch sehr gut - meiner inaktiven Lebenszeit angekommen, was natürlich auch körperliche Spuren hinterlassen hatte. So brachte ich damals satte 99 kg auf die Waage und jetzt stand ich an einer Abzweigung, das wusste ich damals genau. Wollte ich wirklich über 100 kg wiegen und den Sport somit eventuell nie mehr ins mein Leben zurück holen? Nein.

[2006-2008]

 
Mitte 20 und unsportlich. So sollte mein Leben aussehen? Das war natürlich nicht in meinem Interesse, daher musste was passieren und es passierte auch was. Ich rappelte mich auf und den ersten Schritt, welchen ich damals unternahm, war die Anmeldung im DANY Sports-Club in Koblenz. Von einigen Freunden hatte ich gehört, dass dort eine sehr aktive Laufgruppe mit erfahrenen Trainern existiert und damit wollte ich mich wieder in Form bringen. Natürlich waren die ersten Monate sehr schwer und oft hatte ich auch die berühmten Motivationslöcher. Natürlich lernte ich sehr viele Gleichgesinnte kennen, die Teilnahme an Wettkämpfen war also nur eine Frage der Zeit. Mein damaliger Laufkollege Mario Schoppmann half mir dabei mit seiner enormen Marathonerfahrung weiter und trainierte mich für meinen ersten Halbmarathon in Koblenz. Die nächsten 2 Jahre blieb ich dran, absolvierte einige Läufe, Triathlons und sonstige Wettkämpfe und war zurück im sportlichen Leben. Ende 2008 konnte ich dann auch meinen ersten Marathon in Köln bestreiten, auch wenn die damals erreichten 4h 12m weit weg von einer guten Marathonzeit war, ich war stolz es geschafft zu haben.

[2009-2011]

 
Die nächsten 2 Jahre werden die bis dato erfolgreichsten in meiner Läufer-Karriere. Ich startete bei einigen Halbmarathons, Marathons und Triathlons in der Sprint und Olympischen Distanz. Bei fast jedem Start konnte ich meine persönlichen Bestzeiten unterbieten, sammelte immer mehr Erfahrungen und wurde besser. Und auch sonstige Veranstaltungen rund um den Laufsport lasse ich nicht aus. So kommen die Hindernis-Läufe auf und mein erster dieser Art war der Fishermann's Strongman Run in Weeze. Eine wirklich gelungene Veranstaltung, welche in den nächsten Jahren an anderen Orten weiterhin einen großen Hype erleben sollte. Zudem waren die Brücken und Nachtläufe angesagt. Ich startete also weiterhin auch auf kurzen Distanzen. Mein großes Highlight in dieser Zeit war aber zweifelsohne der Marathon in München, bei dem ich das erste Mal eine sub4 laufen konnte und dabei die Bestzeit meines Vaters aus dem Jahr 1990 mit 3h 53m knacken konnte. Natürlich war er an diesem Tag an der Strecke und genau wie er, feuerte mich meine ganze Familie an, drückte mir die Daumen und wischten mir die Freudentränen im Ziel. Umso verwunderlicher, dass ich im Jahr 2011 nur einen Halbmarathon absolvierte. Heute vermute ich, dass meine Kraft erschöpft war und die Zeit für andere sportliche Aktivitäten gekommen war.

[2012-2013]

 
Ende 2011 ging es für mich von Koblenz zurück in meine Heimatstadt München. In Koblenz hatte ich bereits in der Kletterhalle Andernach meinen Kletterschein gemacht und wollte dieses neue Hobby natürlich auch gerne in den nahe gelegenen Bergen ausleben. 2011 und 2012 ging es daher zwar noch vereinzelt auf ein paar Laufrunden, aber die meiste Zeit verbrachte ich in den Bergen und Wettkämpfe gab es gar keine mehr. Zwischendrin fehlte es mir natürlich schon, aber zusammen mit meiner Partnerin hatte ich mit dem Klettern ein neues Hobby gefunden. Auch den Tanzsport verfolgten wir im Standard und Latein. Wie so oft in meinem Leben, musste ich wieder mal was neues ausprobieren und suchte mir auch keine neue Laufgruppe in München. Natürlich verfolgte ich, wie eigentlich mein ganzes Leben lang, den Skisport im Winter weiter. Sodass ich auch sportlich blieb, egal ob auf dem Snowboard oder Skiern. In dieser Zeit schwankte mein Körpergewicht immer zwischen 80~88 kg. Nie wirklich richtig fit, aber dennoch immer sportlich.

[2014]

 
Anfang 2014 war ich in einer persönlichen Lebenskrise. Wieder einmal stand ich an einer Abzweigung und musste mich entscheiden, welchen Weg ich gehen möchte. Der Sport hat mich über die vergangenen Jahre immer wieder befreit und mir viel Kraft gegeben. Mein sportliches Comeback habe ich in dieser Zeit einem guten Freund zu verdanken: Andreas Kreuzberg. Er half mir über diese schwere Zeit und machte den Vorschlag mit dem K42 SwissAlpine in Davos, Ende Juni des gleichen Jahres. Ich hatte wieder ein Ziel, ich hatte wieder die Motivation zum Training, denn die Anmeldung war schnell erledigt. Also fing ich wieder an zu laufen, meldete mich im Fitnessstudio an und schaute mich nach einer guter Vorbereitung um. Ein Hindernis-Lauf in München, der Spartan Race, war der erste. Da meine Erfahrungen im Trailrunning gleich null war, absolvierte ich auch den Basetrail rund um die Zugspitze: es lief wieder. So schnupperte ich auch wieder beim Triathlon rein, knackte meine persönliche Bestzeit (PB) auf der 10 km Distanz und brachte auch den K42 in einer hervorragenden Zeit hinter mich. Damit noch nicht genug, denn über die verschiedenen Läufe und auch über Twitter hatte ich mittlerweile viele Gleichgesinnte gefunden, einer davon war Ulf Kühne. Er bot sich an, mich bei meinem Versuch einer neuen persönlichen Bestzeit auf der Marathon-Distanz als Pacemaker zu unterstützen. Diese konnte ich dann in diesem Jahr noch mal um fast eine halbe Stunde auf 03h 16m drücken und war wieder im Laufsport angekommen.

[2015]

 
Neues Jahr. Neue Herausforderungen. Ich hatte im letzten Jahr so viele tolle Dinge erleben dürfen, sodass es nun an der Zeit war diese mit interessierten Sporler(innen) zu teilen. Mein eigener Blog ging im April an der Start und direkt wenige Tage später hatte ich von meinen ersten tollen Ergebnissen zu berichten. Das Jahr fing mit einem Job als Pacemaker beim Linzmarathon zusammen mit Christoph an, welchen ich zu einer neuen PB verhelfen durfte. Bereits eine Woche später lief ich locker beim Hamburg Marathon alleine, ohne zeitliche Vorgabe und zur reinen Vorbereitung, ins Ziel. Welch ein fantastischer Auftakt. Als Jahreshighlights hatte ich mir den Zugspitz Ultra (100 km) und den Berlin Marathon (neue PB) gesetzt. Für den ersten hatte ich mir dann Anfang Mai den nächster Kracher als Vorbereitung rausgesucht, der Supermarathon am Rennsteig. Dort absolvierte ich mit 72,7 km meinen ersten Ultra am Rennsteig. Auch im Training legte ich Wert auf lange Distanzen, sodass ich das Trailrunning z.B. in Weißbach bei Lofer auswählte oder mit Armin mal gerade von Lenggries nach Garmisch-Patenkirchen (ca. 67 km) die Bergzeit-Herausforderung lief. Ich war bestens vorbereitet, sodass der Ultra an der Zugspitze wirklich zum freudigen Erlebnis wurde. Mit 15h 50' konnte ich mich als Ultra-Finisher feiern lassen.
 
Etwas Urlaub in den Dolimiten folgte als etwas "Erholung", auch darüber berichtete ich quasi Live aus den Bergen in meinem Urlaubstagebuch. Gerade zu Hause ging es in die Berlin Marathon Vorbereitung. Eine holprige Vorbereitung, wie es nach den vielen Bergläufen in der ersten Jahreshälfte wohl nicht anders sein konnte. Dennoch war auch Berlin das erhoffte Highlight, eine neue Bestzeit mit 03h 09' war der verdiente Lohn. Mit bereits über 2000 km in den Beinen war noch nicht Schluss, denn meine Partnerin Romy wollte ihren ersten Halbmarathon absolvieren, auch da begleitete ich sie zu einem tollen Finish! Das Jahr endete wie es anfing, mit einem Job als Pacemaker. Ein paar letzte Kräfte hatte ich noch in den Beinen, sodass ich Martin bei seine Mission Bestzeit beim Frankfurt Marathon unter die Arme bzw. Laufschuhe greifen durfte. Ein ordentlicher Abschluss, eines perfekten Jahres. Eines musste ich allerdings in diesem Jahr opfern: Meine liebe zum Triathlon. Alles geht in einem Jahr nicht. Gerade dann nicht, wenn es an diese enormen Distanzen geht. Wer weiß aber, was das neue Jahr bringen wird ...

[2016]

... to be continued

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